Ab 10. Oktober wird man online deutlich weniger politische Werbung sehen. Grund ist die neue EU-Verordnung TTPA.
Die größten Anbieter wie Meta und Google steigen in der EU ganz aus politischer Werbung aus. TikTok & andere hatten sie schon länger verboten.
Sep 18, 2025 16:02Von den großen Netzwerken bleiben nur noch Snapchat und X übrig. Beide haben bisher nichts angekündigt, könnten aber nachziehen. Ihre Reichweite ist deutlich kleiner als die von Meta (Facebook, Instagram) oder Google (Suche, YouTube).
Für die Unternehmen ist das kein großer Verlust. In Österreich zum Beispiel macht politische Werbung bei Meta weniger als ein Prozent der Einnahmen aus.
Das Risiko von Verstößen ist groß. Die EU kann Strafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes (!) verhängen.
Für User:innen bedeutet das weniger politische Werbung. Auch in Medien wie Krone oder Standard, die die neuen Regeln auch befolgen müssen. Künftig muss klar werden wie teuer eine Anzeige war, welche Zielgruppen angesprochen wurden & wer sie bezahlt hat.
Die Regeln gelten auch für Influencer Marketing (natürlich auch Podcasts, Newsletter usw.). Politische Werbung muss dort ebenfalls transparent gemacht werden.
Bei Display Ads erlauben manche Netzwerke noch politische Werbung. Wie sie ab Oktober reagieren ist unklar. Dazu kommt: Adblocker und geringe Interaktionsraten machen Display Ads für diese Art von Werbung ohnehin eher wenig attraktiv.