Helmut Brandstätter /
@hbrandstaetter.bsky.social schreibt im
@derstandard.at , Trump habe der EU mit der neuen US-Sicherheitsstrategie den „hybriden Krieg“ erklärt – Ziel: eine schwache, zersplitterte EU.
www.derstandard.at/story/300000... 1/11

Trump erklärt der EU den hybriden Krieg
Mit der neuen Sicherheitsstrategie will der US-Präsident Europa zerstören. Das wird ihm auch gelingen, wenn wir nicht rasch aufwachen
Kern des Papiers laut Kommentar: Rechtsextreme Parteien in Europa sollen Regierungen übernehmen, um die EU in ihrer jetzigen Form zu demontieren – von AfD bis Rassemblement National. 2/11
Geostrategisch dahinter: Kleine Nationalstaaten kann Washington (und Moskau) einfacher unter Druck setzen als eine einigermaßen geschlossene EU. Auch der Kreml profitiert davon, wenn Europa zerlegt wird. 3/11
Brisant: In der neuen US-Sicherheitsstrategie scheint Russland laut Brandstätter kaum mehr als Gefahr auf – gleichzeitig träumt Trump von „Deals“ mit Putin, inklusive Aufteilung der Ukraine. 4/11
Parallel dazu: Elon Musks X verweigert Transparenz bei Algorithmen, Kennzeichnung von Werbung und die Einhaltung des DSA. Die EU verhängt 120 Mio € Strafe. Trump & Co inszenieren das als „Nazi-Diktatur EU“. 5/11
Die Verbindungslinien sind deutlich: MAGA-Bewegung, rechtsextreme Parteien in Europa, Oligarchen-Narrative, Musk/X als Desinformations-Turbo. Ziel: Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen maximal erhöhen. 6/11
Brandstätter erinnert daran, dass im Kalten Krieg 99 % im Westen einig waren: Lieber keine Diktatur. Heute wird selbst die Demokratie als solche infrage gestellt – nicht zuletzt durch systematische Desinformation. 7/11
Spannend ist auch das Tech-Narrativ: Peter Thiel etwa sieht Demokratie und Freiheit als unvereinbar und privilegiert Konzernmacht über Staatlichkeit. Solche Denkmuster passen perfekt zu Trumps „Deal“-Logik. 8/11
Spannend ist auch das Tech-Narrativ: Peter Thiel etwa sieht Demokratie und Freiheit als unvereinbar und privilegiert Konzernmacht über Staatlichkeit. Solche Denkmuster passen perfekt zu Trumps „Deal“-Logik. 9/11
Diskussionsfrage: Was braucht es jetzt konkret – mehr gemeinsame Verteidigung? Härtere Regulierung von Plattformen? Bessere Medienkompetenz? Oder vor allem politischen Mut, sich klar gegen autoritäre „Freunde“ zu positionieren? 10/11
Dec 11, 2025 07:56Mein Eindruck: Wer heute von „Bürokratiemonster EU“ spricht, sollte mitdenken, wer davon strategisch profitiert. Die Alternative zur reformierten EU ist nicht „Zurück zur Idylle des Nationalstaats“, sondern ein deutlich verwundbareres Europa. 11/11