Nico Lange
Geopolitik. Ukraine + Russia +America Watcher. Security. Defense. Technology. Basketball-Fan @WashWizards. Hört Radio Jerewan. Plan beats no plan.
- Was sagt es eigentlich über uns als Deutsche und als Europäer, dass wir es zulassen, dass die Menschen in der Ukraine von Putin in Kälte und Dunkelheit gebombt werden? Wir loben nur die Ukrainer für ihre "Resilienz" und machen große Worte. Ein Armutszeugnis für Europa.
- Putin hat seine Raketen verschossen und die Menschen in der Ukraine sitzen in bitterer Kälte und Dunkelheit. Und nachdem alles kaputt und die Raketen erstmal verbraucht sind, verkauft er Trump "eine Woche nicht in Städte feuern" als große gutmütige Geste. Zynischer geht es nicht.
- Eine deutsche Atombombe? Das ist eine Phantomdiskussion. Wir werden auf russische konventionelle Angriffe nicht nuklear reagieren wollen und können. Was wir dringend brauchen, ist europäische konventionelle Abschreckung.
- Bei aller kollektiven Begeisterung über die starke Rede des kanadischen Premier Mark Carney in Davos - seinen kürzlichen Besuch in China und die mit China nur vor wenigen Tagen getroffenen weitgehende Vereinbarungen kann und sollte man kritisch sehen.
- Blitzauswertung der Trump-Rede mit @CarloMasala1 in der Raucherecke (logisch) des Flughafens München. Stimmung: frostig.
- Wir sollten den Gegnern des Westens nicht das Schauspiel liefern, dass wir uns im Westen untereinander zerfleischen. Statt dauernder Trumpologie brauchen wir eine eigene Agenda für Europa, die wir mit eigener Stärke verfolgen und durchsetzen.
- Russland bombardiert die Menschen in der Ukraine in Kälte und Dunkelheit - Lebensgrundlagen werden zerstört. Endlich Taurus liefern und Luftverteidigung der EU/NATO-Außengrenze mit der Luftverteidigung der Ukraine integrieren! Weitere Tote, Zerstörungen, Geflüchtete verhindern!
- Reposted by Nico Lange[Not loaded yet]
- Wenn die politisch Handelnden meinen, zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine und zu Grönland sei es für Debatten zu konkreten Planungen, zur Bundeswehr, zu deutschen militärischen Beiträgen immer "zu früh", woher soll demokratische Legitimation kommen, wenn es darauf ankommt?
- Putins Offensive funktioniert nicht, seine Truppen scheitern an den Streitkräften der Ukraine. Putin lässt sich an den Schwachen aus: den Familien in den Städten. Urbizid und Vertreibungskampagnen durch Bombardieren von Heizung und Strom bei minus 20 Grad. Kriegsverbrechen.
- Deutschland hat lange eine falsche Iran-Politik gemacht, zulange am Abkommen festgehalten, zulange romatische Vorstellungen davon gehabt, was mit den Mullahs möglich wäre. Völlig unverständlich, warum die Revolutionsgarden nicht längst zur Terrororganisation erklärt wurden.
- Revolutionsgarden, iranische Staatsanwälte, Richter, Geheimdienstler - viele der Mörder des Regimes im Iran haben Vermögen bei uns und reisen hierher. Einreise verbieten, Konten sperren, Vermögen beschlagnahmen!
- Die russischen Bomben und Raketen gegen Infrastrukturen genau in dem Moment einer Kältewelle könnten in der Ukraine eine humanitäre Katastrophe auslösen. In Kyjiw und anderen Großstädten sind Tausende Hochhäuser voller Menschen jetzt ohne Heizung, bei -8 bis -18 Grad.
- Ich bin gerade gefragt worden, ob das Aufbringen eines Schiffes der Schattenflotte nicht "Putin provozieren würde". Naja. Wir reden hier von einem, der Angriffskrieg führt, Zivilisten bombardiert und mit Geld aus Schmuggelfahrten Krieg finanziert. Jedes Schiff weniger ist gut.
- Auch wenn wegen der Bilder aus Venezuela gerade viel über militärische Szenarien spekuliert wird: Die USA werden Grönland vermutlich ein Angebot machen und dann Druck ausüben. Für die NATO-Europäer wird die Gratwanderung jetzt weitergehen.
- Der Gipfel von Paris brachte nichts Neues. Offen bleibt weiterhin, wie man offene Punkte zwischen USA, Ukraine und Europäern einen will und wie man dann Putin an den Tisch bekommt. Ständig solche Treffen zu "historisch" und "erfolgreich" erklären zu wollen, inflationiert sie.
- Die Spekulationen über US-Militäraktionen aud Grönland sind nach den Ereignissen in Venezuela verständlich - realistisch ist allerdings, dass die USA Grönland ein attraktives Angebot machen werden, gleichzeitig hohen Druck ausüben und auf ein Referendum der Grönländer setzen.
- If the “coalition of the willing” on Ukraine is meeting again for a summit - this time with Macron in Paris - then it should finally make it clear what it is actually “willing” to do. Right now, peace and security in Europe depend on the Europeans.
- Wenn sich die "Koalition der Willigen" zur Ukraine schon wieder zu einem Gipfel trifft - diesmal bei Macron in Paris, dann sollte sie endlich mal klar machen, wozu sie eigentlich "willig" ist. Gerade jetzt kommt es für Frieden und Sicherheit in Europa auf die Europäer an.
- Nach Venezuela spekulieren manche über Kuba oder Kolumbien. Die EU, Grönland und der europäische Teil der NATO sind aber das eigentliche Thema für uns: Wir müssen uns um uns selbst kümmern, um die europäischen Interessen, um Sicherheit und Frieden in Europa.
- Rubio kann nicht auch noch Präsident von Venezuela sein. Und: Hoffentlich findet die EU ihre Sprache in den nächsten Tagen wieder. www.welt.de/politik/ausl...
- Mit der Entführung Maduros und der Donroe-Doktrin ist Einflusssphärenpolitik von Großmächten wieder real. Weniger Einfluss Chinas, Russlands oder Irans in Lateinamerika - ok, aber was heißt das jetzt für direkte Nachbarn Chinas, für russisches Öl oder für Grönland? www.zdfheute.de/politik/ausl...
- Die militärische Entführung Maduros ist mehr als ein "Regimewechsel". Trump setzt ein globales Signal: Die USA handeln wieder unilateral – ohne UN‑Mandat, ohne Rücksicht auf Kritik. Venezuela wird zum Schauplatz einer neuen Machtprojektion. 1/
- Gestern war der Sonderbeauftragte Chinas für Lateinamerika noch bei Maduro, im Oktober 2025 schloss Putin ein Abkommen für eine „10-jährige strategische Partnerschaft“ mit Venezuela. Beides nichts wert - das ist die Botschaft heute.
- Noch wichtiger als die Fragen: "Was macht Trump? Was macht Xi? Was macht Putin?" könnte die Frage sein: Was macht Europa?
- Trump schafft Fakten - für geopolitischen Einfluss in Lateinamerika. Für Europa wirft das unbequeme Fragen auf: USA binden militärische Kapazitäten in der Karibik, Europa muss in und um Europa selbst mehr tun, China und Russland werden Ablenkung der USA sonst in Europa nutzen.
- Putin will die Gewalt fortsetzen, auch wenn er fast nichts erreicht, weil er darauf hofft, dass Europäer und Amerikaner sich verstreiten oder dass zwischen USA und Ukraine wieder Konflikte auftreten. Er sollte diese Gelegenheiten nicht bekommen, sondern stattdessen mehr Druck.
- Im Iran gab es 2025 mehr als 1500 Hinrichtungen, trauriger Höchstwert seit 35 Jahren. Jetzt protestieren die Menschen dort wieder mutig gegen den wirtschaftlichen Zusammenbruch. Diese Leute haben echt etwas besseres verdient. Wie helfen wir?
- Putin will Frieden? „Wer das denkt, ist blind und taub“ Endet der Ukraine-Krieg 2026? Zu Putins Brutalität und Trumps Kalkül – und zu dem, was wir alle lernen müssen. www.morgenpost.de/politik/arti...
- 2025 war ein Jahr fortwährender Gipfel und Spitzengespräche, in denen nicht um Frieden für die Ukraine sondern um Trumps Gunst gerungen wurde.
- Wir kommen Waffenstillstand und Frieden sicher nicht näher, wenn wir uns bereitwillig zum Werkzeug russischer Desinformation machen lassen und jedem Mist aus der Moskauer Giftküche hinterherlaufen.
- Das Trump-Selenskyj-Treffen brachte wenig Fortschritte, trotz der positiven Worte der Beteiligten. Immerhin sind die USA dazu bereit, Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Kongress zu bestätigen. "90 oder 95 Prozent geeinigt" klingt gut, reicht aber nicht.
- Trump hat vor dem Treffen mit Selenskyj wieder Putin angerufen. Weder die US-Seite noch der Kreml haben sich über Inhalte geäußert.
- Trump-Selenskyj Treffen: was zu erwarten ist @zdfde.bsky.social www.zdf.de/play/magazin...
- Die russischen Offensiven erreichten ihre Ziele für 2025 nicht. Und Putins Kriegsrechnung geht bei dem jetzt niedrigen Ölpreis finanziell nicht mehr auf. Wenn Ukraine, USA, Europäer jetzt gemeinsam einen Rahmen setzen, könnten Sie Putin vielleicht endlich an den Tisch bekommen.
- Putin schickt tausende über tausende Russen in den Tod und kann doch noch immer Pokrowsk nicht vollständig kontrollieren und hat Kupjansk wieder verloren. Aber mit Drohnen in Wohnhäuser friedliche Familien in Kyjiw ermorden, dass kann er. Kriegsverbrecher.
- Die Ukraine und die USA haben jetzt einen abgestimmten 20 Punkte Plan, der Ölpreis ist sehr niedrig und Russlands Offensiven sind gescheitert. Selenskyj trifft Trump nun am 28.12. in Mar-O-Lago und der Druck auf Putin wird größer, endlich ernsthaft zu verhandeln.
- Die Masche ist ebenso durchsichtig, wie altbekannt: Man macht solange auf unterdrücktes Opfer und “Meinungsfreiheit” bis man selbst endlich andere Meinungen unterdrücken kann. Der Geist des Antipluralismus ist bei ganz links und ganz rechts mit Händen zu greifen.
- Präsident Selenskyj zeigt Offenheit der Ukraine für eine "demilitarisierte Zone", zu deren Schaffung sich die Streitkräfte der Ukraine von den jetzigen Positionen zurückziehen würden, wenn die Russen das auf der anderen Seite in gleichem Maße tun. www.nytimes.com/2025/12/24/w...
- Mit Putin sprechen ist sinnvoll - aus einer starken europäischen Position heraus. Also Schattenflotte in der Ostsee anhalten, europäische Luftverteidigung über die Ukraine erweitern, kein indisches Öl mehr kaufen, der Ukraine Taurus geben - dann Gespräch mit dem Kreml suchen.
- Die Gespräche zur Ukraine in Florida haben nichts gebracht. Russland spricht nicht in der Sache, sondern versucht nur zwischen USA und Europäern zu spalten. Zwischen den russischen Maximalforderungen und der Selbstbehauptung der Ukraine gibt es noch keine Kompromisslinie.
- Man kann die Menschen nicht gleichzeitig beunruhigen und beruhigen. Immer wieder zu sagen "die Lage ist ernst", aber "das wird für keinen etwas bedeuten und keiner wird betroffen sein", das kann nicht funktionieren. Wenn die Lage ernst ist, muss man auch ernst darüber sprechen.
- Putins Offensive seit dem Sommer ist eine Katastrophe, nichts erreicht außer eigenen Verlusten. Der Ölpreis ist unten, russische Finanzen und Wirtschaft hängen in den Seilen. Putin setzt auf rhetorische Kraftmeierei und vor allen auf Spaltung zwischen USA und Europäern.
- Nachdem jetzt mit viel Verve und Symbolik in Berlin einige Fragen abgestimmt wurden, was NACH einem Waffenstillstand geschehen könnte - wie kriegen die Europäer Putin zu einem Waffenstillstand? Wie wollen sie Putin den Verhandlungstisch drängen?
- Das beste Ergebnis der Gespräche zur Ukraine in Berlin wäre eine gemeinsame Position der Ukraine, der Europäer und der USA, mit der man dann auf Putin zugehen kann und ihn gemeinsam unter Druck setzt, damit er endlich über Waffenstillstand und Frieden spricht.