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Ich war heute in Leipzig-Connewitz. Pro-palästinensische Demonstration. Israelsolidarischer Gegenprotest. Alles schön und gut. Ich hatte mir fest vorgenommen, mich an keiner Demonstration zu beteiligen und das habe ich eingehalten. 1/11
#le1701Ich habe zugehört. Ich habe Gespräche geführt. Auf beiden Demonstrationen. Und ja, ich rechne es beiden Seiten hoch an, dass sie sich von der Hamas und von der rechtsextremen Netanjahu-Regierung distanziert haben. 2/11
Am Rand der Demo waren rechte Streamer unterwegs: Weichreite, Schmidtkes-Welt, Utopia TV. Utopia TV kannte ich bereits aus Bad Dürrenberg, von meiner Gegendemonstration gegen Querdenker. Schon dort: voreingenommen, nicht neutral. Diese Leute waren mir bekannt. 3/11
Sie interviewten Menschen. Ja, das ist okay. Aber genauso okay ist es, darauf hinzuweisen, dass diese Personen Kontakte in rechtsextreme und Querdenker-Kreise pflegen. Das ist keine Beleidigung. Das ist eine Einordnung. 4/11
Daraufhin wurde ich angeschrien. Die Dame von Utopia TV sprach von Verleumdung und drohte mir mit einer Anzeige. Ganz ehrlich: Soll sie machen. Auch ich darf eine Meinung haben. Und ich lasse sie mir nicht wegbrüllen. 5/11
Wenn Menschen Kontakte in die extrem rechte Szene pflegen, dann sind sie für mich rechtsextrem. Punkt. Als sie mich weiter bedrängte, mischten sich Menschen aus der palästinasolidarischen Demo ein und stellten sich schützend vor Utopia TV. 6/11
Plötzlich hieß es, ich würde einen Genozid leugnen. Ich habe nichts geleugnet. Gar nichts. Mir wurde gesagt, ich sei schlimmer als Menschen mit Kontakten in die extreme Rechte. Das hat gesessen. 7/11
Gerade noch „Alerta, alerta, antifascista“ rufen und im nächsten Moment Menschen verteidigen, die unter dem Deckmantel von Journalismus Hetze verbreiten. Mir wurde aus der Demo zugerufen: „Maximal demokratisch würde AfD wählen.“ Das hat wehgetan. 8/11
Jan 17, 2026 20:20Seit Wochen engagiere ich mich außerhalb eurer Großstadtbubble
gegen AfD und Neonazis. Bei uns im Landkreis lebt Götz Kubitschek. Die Identitäre Bewegung besitzt in Schkopau, ganz nah bei mir, eine Villa. Ich bin auf jedem Protest dagegen.
Immer. 9/11
Auf dieser Demonstration liefen auch Leute aus meiner eigenen Partei mit.
Sichtbar. Mit Flagge. Zu wissen, dass dabei solche verbalen Angriffe mindestens geduldet werden,
trifft mich sehr. Das, was mir heute passiert ist, hat mit Antifaschismus nichts zu tun. 10/11
Ich bin enttäuscht. Und froh, dass es Zeug:innen gab und dass alles im Livestream festgehalten wurde. 11/11