Wer glaubt, in den Epstein Files würde sich die Verkommenheit der oberen 10.000 zeigen, hat nicht gesehen, wie sich Durchschnittsmänner in Pattaya aufführen. Das Thema taugt nicht zu einer klassenkämpferischen Attitüde, Menschen sind so, wenn sie können. Man braucht Regeln, um sie davon abzuhalten
Also, erstens ja. Es ist nicht ein "reichen-problem. Aber Menschen sind nicht einfach alle so, wenn sie nur können. Einige Menschen entwickeln sich unter bestimmten Umständen so. Und da taugt es schon zur Kapitalismuskritik und Kampfansage Hierarchischer Gesellschaften.
Zum Glück sind nicht alle Menschen so. Nur ein größter Teil, und meine These ist, dass er gesellschaftsübergreifend ungefähr gleich sein dürfte. Aber in funktionierenden Strukturen mit einem robusten Rechtsstaat können die Menschen, die so sind, ihre Neigungen nicht so ausleben.
Es ist sicherlich so, dass in einer nicht hierarchischen Gesellschaft Macht nicht missbraucht werden könnte, weil niemand Macht besitzt. Die Machtmittel, die ein Staat einsetzen müsste, um gesellschaftliche Macht zu vermeiden, bergen aber ihrerseits die Gefahr des Missbrauch.
Der Schlüssel scheint mir, von "der Staat" wegzukommen, zu einem verantwortlichen Kollektiv. Eine Diversion von einzelnen aus der Gesamtheit zu vermeiden, die dann ihre Macht missbrauchen. Ein auf Verbundenheit basierendes, sehr viel kleinteiligeres regieren anstatt Macht, die auf Agglomeration ruht
Da bin ich pessimistischer als du. Ich bin davon überzeugt, dass auch ein winziges Dorf, das versuchen würde, gemeinsam die Entstehung von individueller Macht zu vermeiden, nach kurzer Zeit seinen ganz eigenen Terror ausüben würde, der sich dann gegen seine schwächsten Glieder richten würde
Ich glaube - und das ist auch wg anthropologischer und soziologischer Forschung so - dass das die Geschichte ist, die jene erzählen, denen der Status Quo ganz gut zu pass kommt. Wie wir leben ist menschheitsgeschichtlich wirklich ein kurzer Moment. Archeologische Funde legen nahe, dass Menschen
sehr lange ohne Gewalt, ohne Kriege, ohne Unterwerfung und mit viel Fürsorge gelebt haben. Sogar in Großstadtgroßen gemeinschaften.
Klar ist, dass die Einführung von Hierarchie zum Schaden für die meisten war.
Die Frage ist für mich vor allem, wann kam das Bedürfnis nach Macht. Bei wem. Und warum.
Gut, ich bin nur Jurist, kann mir keine Gesellschaft vorstellen, die so funktioniert. Wann soll das gewesen sein? Ich finde die Vorstellung nicht einmal reizvoll. An Wettbewerb, Macht, auch Aggression ist ja nichts falsch, nur Machtmissbrauch und Wettbewerbsverzerrung sind Probleme.
habe mich vor ein paar Jahren eingelesen. Es gibt vorantike Funde in Kleinasien(?). Stadtanlagen, die keine klassenunterschiede in Gebäuden / Stadtteilen nahelegen und auch dezentral strukturiert sind. Ich halte Wettbewerb und Macht letztendlich für langweilig und nicht zielführend. Verkürzt gesagt.
So unterschiedlich sind die Menschen. Ich bin total kompetetiv. Ich finde schon Freundschaftsspiele langweilig. Und wenn ich ein Mandat führe, will ich gewinnen. Solche Leute wie mich gibt es in jeder Kommune, und um sie zu unterdrücken, braucht man Machtmittel, die missbraucht werden können
Stelle mir vor, wie wir in einem Dorf leben und ich muss mir Unterdrückungsmechanismen für dich überlegen 🤪. die einzige Idee, die ich hätte: Beschäftigen. Einfach immer beschäftigen. Kann ja viel Gutes bei rauskommen. Das Problem wäre: Ich hätte eben gar keine Lust, das zu tun ... Lustiges Problem.
Feb 4, 2026 15:19